Mure auf Kaunertaler Gletscherstraße

Elementarereignis im Kaunertal

Am 28.06.2026, gegen 15.00 Uhr, entlud sich im Gemeindegebiet Kaunertal (Bereich Röstizkogel und Watzespitze) ein heftiges Gewitter mit massivem Hagelschlag. Dadurch schwollen der Röstizbach und der Watzebach stark an und gingen als Muren ab. Aufgrund dessen wurde die Kaunertaler Gletscherstraße im Bereich “Am See” und “Am Versetz” auf einer Länge von ca. 50 Metern verlegt sowie Teile der Fahrbahn weggespült und die Stromversorgung unterbrochen. Ca. 200 Personen, die sich im hinteren Kaunertal befanden, konnten das Tal nicht verlassen und wurden in den dortigen Gastronomiebetrieben untergebracht und versorgt. Erste Personen wurden bereits von der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle ausgeflogen. Die restlichen Evakuierungen sind am Morgen des 29.06.2026 geplant. Derzeit gibt es keine Hinweise auf vermisste Personen.
Im Einsatz stehen: Feuerwehr, Bergrettung und Gemeindevertreter Kaunertal, Angestellte/Mitarbeiter der Kaunertaler Gletscherbahn, die Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle sowie die Alpinpolizei.
(Landespolizeidirektion Tirol)

Originalmeldung des Landes Tirol

Sonntag, 28. Juni 2026, 20.40 Uhr

  • Bereich der Gletscherstraße hinter den Muren ab der Mautstelle nicht erreichbar – eingeschlossene Tagesausflugsgäste wurden bzw. werden ausgeflogen
  • Starkregen: Mehrere Muren gingen auf Kaunertaler Gletscherstraße ab
  • Nach Begutachtung durch Landesgeologie: Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Nach den Starkregenfällen heute, Sonntag, gingen drei Muren auf die private Kaunertaler Gletscherstraße im Gemeindegebiet von Kaunertal ab. Ab dem Ortsteil Feichten ist die Kaunertaler Gletscherstraße beschädigt und derzeit nicht befahrbar. Die Landesgeologie war bereits zur Begutachtung vor Ort. Die Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Rund 200 Tagesausflugsgäste hielten sich zum Zeitpunkt der Murenabgänge im nun abgeschlossenen Talbereich auf.

„Nach ersten Erkundungs- und Versorgungsflügen wurden vulnerable Personen durch die Libelle Tirol bereits ausgeflogen. Die restlichen Personen verbringen die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant. Das Landes-Warn- und Lagezentrum des Landes Tirol organisiert den Transport der weiteren Personen mit Hubschraubern des österreichischen Bundesheers und der Polizei am morgigen Montag“, berichtet Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes Tirol.

Fotos

Fotos: Bundesheer/Hansjörg Raggl

Medienberichte

tirol.gv.at – Sperre der Kaunertaler Gletscherstraße nach Murenabgängen

tirol.orf.at – Muren: Hunderte sitzen im Kaunertal fest
tt.com (+) – Fünf Sekunden vom Tod entfernt: So erlebten die Menschen im Kaunertal die Mure
tt.com (+) – Evakuierung im Kaunertal beendet: 250 Menschen mit Hubschraubern ausgeflogen
diepresse.com – Muren auf Kaunertaler Gletscherstraße: 250 Menschen mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht
spiegel.de – Extremwetter in Österreich: 251 Menschen aus Tiroler Tal ausgeflogen
meinbezirk.at – Evakuierungen erfolgreich: Kaunertal: Alle 250 Eingeschlossenen nach Muren ausgeflogen

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