Strengen: Dawinbach wird verbaut

Nach dem Murenabgang am Dawinbach in Strengen am 31. August 2019 setzt die Wildbach- und Lawinenverbauung ein Projekt zur Absicherung des Ortsteils Klaus um.

Am Dawinbach gab es Murenereignisse in den Jahren 1998, 2010, 2016 und 2019.

  • Sofortmaßnahmen am Bach haben bereits 2019 stattgefunden.
  • Zur Abfederung von Abflussspitzen im Bach soll es Maßnahmen auf den Almflächen oben geben.
  • Die Landesstraßenbrücke wird verlegt und neu gebaut, ebenso die kleine Brücke im Mündungsbereich.
  • Ende 2019 wurde das Projekt behördlich genehmigt werden
  • Im Frühjahr 2020 startete die WLV mit der Umsetzung.
  • Die Maßnahmen im Unterlauf sollen noch vor der nächsten Hochwassersaison 2021 fertig werden

Der Dawinbach bekommt ein neues Bett, damit das Abflussprofil größer wird. Über den Schwemmkegel wird der Bach gerader, knapp vor der Mündung schwenkt der Verlauf nach rechts.

Daniel Kurz, Gebietsbauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Oberes Inntal

Das Gerinne wird vom Schluchtenausgang bis zur Mündung hin verlegt und mit größerem Querschnitt komplett neu gebaut.

WLV-Gebietsbauleiter Daniel Kurz

Medienberichte Mure Dawinbach Strengen

tt.com 14.03.2020 – Vier Millionen Euro für Verbauung des Dawinbach in Strengen

tt.com 26.09.2019 – Neues Bett für den Dawinbach nach zerstörerischer Mure in Strengen
tirol.orf.at 02.09.2019 – Mure Strengen: Land sagt Unterstützung zu
tt.com 02.09.2019 – Gewaltige Mure in Strengen: Tischlerei zerstört, Evakuierte dürfen nach Hause
meinbezirk.at 01.09.2019 – Nach starkem Unwetter: Muren in Strengen und Grins
meinbezirk.at 14.09.2016 – Strengen: Lage nach Mure wieder entspannt

Mure Strengen 31. August 2019

Video Mure Strengen von Fed Federick

Der Klausbach in Strengen ist nicht das erste Mal abgegangen, zuletzt hat es ein großes Ereignis im Jahr 2016 gegeben:

Aufräumarbeiten nach der Mure 2016, Video von Marco Grissemann

2020: Mure verschüttet B 171, Schutzdamm fertiggestellt

Nachdem der Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Abfahrt Pians und Strengen-Steigsiedlung von einer Mure verschüttet wurde, blieb die L für mehrere Wochen gesperrt. Die Bewohner von Strengen mussten über den Strenger Tunnel ausweichen.

Mittlerweile wurde dort ein Schutzdamm oberhalb der Straße errichtet und die L wieder freigegeben. Strengen ist damit über die Panoramastraße wieder erreichbar.
Der oberhalb führende Forstweg bei der Larchkapelle bleibt nach wie vor gesperrt.
(Stand: 04.06.2020)

tirol.gv.at – B 171 Tiroler Straße zwischen Pians und Strengen wieder geöffnet

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